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Gemeinde Denzlingen
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Schnelltests zu Beginn der Schulöffnung

Am Montag, 22. Februar, hatten alle Lehrkräfte der beiden Grundschulen in Denzlingen sowie pädagogische Begleiter im Hort und in der Schulsozialarbeit die Möglichkeit, sich mit Schnelltests auf Corona testen zu lassen. Wie Rektorin Silke Siegmund mitteilte, soll das Schnelltest-Angebot einstweilen zweimal in der Woche eröffnet werden. Die Gemeinde habe dafür „Testkits“ bestellt, die den Anfang der Schulöffnung begleiten sollen.

Zwar stelle das Land den Erzieherinnen und Lehrkräften auch zwei Schnelltests zur Verfügung, aber dafür müssten sie zum Arzt oder in die Apotheke gehen, was zeitlich parallel zum Schulalltag praktisch nicht praktikabel sei. Außerdem seien die Schnelltests teilweise nicht vorhanden. Angesichts dieser Tatsache zeigte man sich an der Grundschule sehr erfreut über die Unterstützung durch Dr. Inga Riske, selbst Mutter eines Kindes an der Brückleacker-Grundschule, und der Apothekerin, Nicola Kellner, die an der Otto-Raupp-Grundschule am Montag die Tests begleitete. Helmut Gall sprach mit beiden fachkundigen Personen ebenso wie mit der Rektorin und der Konrektorin, Dominique Liedtke, sowie mit Hortleiter Hermann Eppler.

Bei fast frühlingshaft sonnigem Wetter konnte man die Tests für die Brückleackerschule im Freien an der Ostseite des Hortes durchführen. Die Grundschule an der Hauptstraße hatte dafür einen großen Klassenraum zur Verfügung gestellt. Rektorin Silke Siegmund dankte der Gemeinde und allen beteiligten Personen für dieses großzügige Entgegenkommen zum Wohle der Kinder und pädagogisch tätigen Personen. Auch der der Hortleiter und die Konrektorin unterstrichen ihren Dank, wobei sie vor allem deutlich mehr Sicherheit mit Blick auf virale Gefahren betonten.

Ein effektives Werkzeug
Dr. Inga Riske, wie Apothekerin Nicola Kellner an dieser Stelle ehrenamtlich tätig, ist Mikrobiologin und Qualitätsmanagerin in einem Analytiklabor in Emmendingen. Als Inhaber eines großen Freiburger Intensivpflegdienstes sei ihr Mann bereits im Spätsommer 2020 einer der ersten gewesen, der Schnelltests für seine Beschäftigen einführte. Mit „diesem effektiven Werkzeug zur Eindämmung der Corona-Pandemie“ führe sie auch im Rahmen der Denzlinger Schnelltest-Strategie die Anwenderschulungen und praktischen Einweisungen vor Ort mit Hilfe des Denzlinger DRK durch.
Als besorgte Mutter eines Schulkindes habe sie sich mit ihrem Anliegen direkt an die Gemeinde gewandt, die nun mit großem Einsatz kostenlose Antigen-Schnelltestungen in verschiedenen Strategien für die Grundschule, Kitas, Hort und Kernzeitbetreuungen organisiert habe. Eine dieser Strategien ist die Durchführung eines Antigen-Tests als Selbstbeprobung. Durch Gesetzesanpassungen sei es auch nicht-medizinischem Personal nach entsprechender Anwender-Schulung erlaubt, einen Schnelltest durchzuführen, und zwar auch als Selbsttestung.

Mit Hilfe von „Testkits“
Diese Testvariante werde ermöglicht durch die Verwendung neuerer „Testkits“, die ohne den als unangenehm empfundenen tiefen Nasen-Rachenraum-Abstrich auskommen. Verwendet wird dabei der Antigen-Schnelltest, den man auch an Schulen in Österreich einsetzt. Dabei ist nur ein völlig schmerzfreier, vorderer Nasenraum-Abstrich nötig. Die Anwendung ist wirklich unkompliziert und ganz leicht zu erlernen. Wie Dr. Inga Riske auf Nachfrage erklärte, könne man man mit dieser Methode immerhin 92 Prozent bei tatsächlicher Krankheit - und sogar 99,3 Prozent bei tatsächlicher Gesundheit diagnostizieren.

Sehr von Vorteil sei allemal die Schnelligkeit, mit der ein Testergebnis vorliege, und nicht zuletzt die Möglichkeit einer flächendeckenden Anwendung. Wichtig sei allerdings auch in dieser Teststrategie bei einem Positiv-Befund die umgehende Meldung beim zuständigen Gesundheitsamt. Sofortige Selbstisolation sei allemal selbstverständlich. Und schließlich entbinde ein negatives Ergebnis nicht von geltenden Vorschriften und Hygienemaßnahmen. Mit anderen Worten: Die AHA-Regeln sollten zum Selbstschutz und zum Schutz anderer Personen immer eingehalten werden.

Foto: Rektorin Silke Siegmund mit einer DRK Mitarbeiterin beim Test
Bild und Text: Helmut Gall, Von Haus zu Haus