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Der neue Zehner für alle unter 21 -Jugendgemeinderat traf sich erstmals – Lara Eckerle zur Sprecherin gewählt

Machen ist krasser als wollen. Zehn zwischen 14 und 20 wollen nicht bloß, sie machen was. Sie wollen was bewegen für ihresgleichen. Als Team sind sie der neue Jugendgemeinderat.

Im Sommer gewählt, trafen sie sich vor ein paar Tagen und stellten fest: Karriere machen kann schnell gehen. Denn sechs von ihnen kriegten gleich ein Amt. Nun ja, ist Arbeit, aber ohne gehts eben nicht. Richtig cool skaten können im Dorf, Treffs ohne „die Alten“ organisieren zum Chillen und Entwickeln cooler Ideen – hey Leute, wie solls denn vorangehen mit der Beachvolleyball-Anlage? Sonst noch Wünsche? Mehr Schwimmbad? Wollen wir, dass Denzlingen Spitze wird im Klimaschutz? Damit nicht bloß Friday, sondern jeder Wochentag future hat? Tja, das muss man managen.
Und sorry, nicht alles geht sofort. Und auch nicht immer eins zu eins. Sagte Denzlingens Ober-Chef, Bürgermeister Markus Hollemann, als der die zehn Tapferen begrüßte und anerkennend feststellte: „Ihr seid die, die Verantwortung übernehmen wollen.“ Um fetzige Ideen in die Wirklichkeit zu bringen, sagte er weiter, brauchts einen langen Atem.
Aber zehn sind ja schon eine ordentliche Truppe, die was auf die Beine stellen kann. Je mehr andere „wichtige“ Leute überzeugt werden können, desto größer die Chance, dass was geht. Das wusste auch Nicole Stadnik. Die war die letzten beiden Jahre Jugendgemeinderätin und verriet: „Man muss interagieren, netzwerken, dranbleiben.“ Mit ihren Kollegen Ben C. Falk und Joshua Drüssel wurde sie von Bürgermeister Hollemann und Jugendpfleger Frank Adler verabschiedet (die übrigen sieben Ex-JGR’ler hatten nicht kommen können) und leistete nochmal einen Freundschaftsdienst: Zählte mit Joshua zusammen die Stimmzettel aus für die Karriereposten, die die neuen zehn unter sich durch geheime Wahl vergaben: Sprecherin Lara Eckerle, Stellvertreter Jakob Kandziorra, Schriftführerin Julie Nübling, Presseverantwortliche Katja Hohe, Kassenwart Ben Strubel und Kassenprüferin Sonja Beckert. Außerdem im Team dabei sind Krisztián Hajdú, Daniel Hofstetter, Sahin Özel und Fynn Stadelbauer.

Sie kommen aus Werkrealschule, Realschule und Gymnasium, vier von ihnen wurden von denen gewählt, die außerhalb Denzlingens zur Schule gehen oder eine Ausbildung machen. Guter Querschnitt also. Und was werden sie bewegen können? Themen, die Menschen zwischen 14 und 20 interessieren dürften. Noch paar Beispiele gefällig? Das lief beim vorherigen Jugendgemeinderat: Treffpunkte für Jugendliche gefördert, Sprühflächen für einen Wettbewerb organisiert, ein Jugendcafé und Aktionen gegen Intoleranz auf die Beine gestellt, neue Fußballnetze am Bolzplatz am Heimatweg besorgt ... In die Kasse tut die Gemeinde was, nicht in Massen, aber ein bisschen was lässt sich damit schon hinkriegen. „Wenn du Initiative zeigst, unterstützen wir dich“, sagte Bürgermeister Markus Hollemann an dem Abend. Meinte aber nicht bloß die Kohle, sondern dass man eben auch mit anderen reden und verhandeln muss. Drum hat der JGR Rede- und Antragsrecht im „großen“ Gemeinderat, der dann über Empfehlungen beraten muss. Mit dreien aus der Runde konnte man gleich mal „interagieren und netzwerken“, denn Elfriede Behnke und Jan Paul Elchlepp von der SPD und Conny Schwaab von der CDU im Gemeinderat waren auch da.
Ach ja, klimafreundliches Denzlingen: Wer future fördern will, engagiert sich beispielsweise am Montag, 11. Oktober, von 8 bis 13.15 Uhr im KuB mit anderen zwischen 14 und 19 bei der Jugendbeteiligungsveranstaltung zum Klimaschutz. Wie gesagt: Machen ist krasser als wollen.

Bericht: Herbert Geisler, Von Haus zu Haus
Foto: Frank Adler